Evelyn Solinski lebt und arbeitet in Hamburg. Neben ihrer Tätigkeit als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin, ist sie Lehrbeauftragte für Typografie und Serigrafie an der University of Applied Sciences Europe. Das gestalterische Interesse ihrer Arbeit liegt auf einem konzeptionellen Anspruch. Ihr Repertoire umfasst Visualisierungen von Büchern, Plakaten, Installationen und Identitäten, meist im kulturellen Bereich. In ihrer persönlichen Recherche beschäftigt sie sich mit Begriffen wie Übersetzung, Notation, Transkription und Zuschreibung. Sie ist offen für Projekte und Kollaborationen.

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ALLES VON ALLEM – NUR EINMAL


















Arbeit: Installation
Ort: Kiel
Jahr: 2016
Webend werden Aphorismen des Mathematikers Georg Christoph Lichtenberg untersucht: In diesem körperlichen Akt fasst die Gestalterin nicht nur Satz für Satz einer Auswahl seiner Sudelbücher an, sondern bewegt sich gestisch in der Satzstruktur, begleitet von der Frage nach einer Beschaffenheit des Satzes. Was weiß der Körper vom Lesen und Schreiben?

Die alphabetische Reihenfolge der Hefte und chronologische Nummerierung innerhalb der lateinischen Zeichen dienen als Vorlage für die Anordnung der vertikalen Kettfäden auf den Webkarten.

Inspiriert von Lochkarten, die für Webstühle wie eine Art sprachliche Anleitung funktionieren, wird dieses Notationsprinzip einer Webschrift in einer alphanumerischen Konstellation angewandt. Den in der Mappe ((A1)(L645)) gesammelten Lochnotationen sind die ursprünglichen Verweise chronologisch zugeordnet.
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